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Themen:
Die Alkoholkrankheit
Alkoholiker = Penner?
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Alkoholiker? ,, Das sind doch die Penner, die unter den Brücken und auf Parkbänken schlafen und uns allen durch ihr ungepflegtes Aussehen und ihr Benehmen negativ auffallen"!

Das ist die althergebrachte und auch heute noch verbreitete Ansicht bzw. Meinung der meisten Mitbürger über die Menschen, die durch irgendwelche (individuell verschiedene) Gründe, Anlässe oder Schicksalsschläge in Abhängigkeit zum Alkohol oder anderen Suchtstoffen geraten sind.

Natürlich gibt es diese ,,Penner". Doch weitaus mehr Alkohol- bzw. Drogenabhängige leben in einer scheinbar heilen Welt mitten unter uns, als Familienmitglied, Freund oder Freundin, Nachbar oder Nachbarin, Bekannter oder Bekannte, Arbeitskollege oder Arbeitskollegin.

Und selbstverständlich trifft das auf alle Bevölkerungsschichten zu, also nicht nur für die sogenannten einfachen Leute oder Normalbürger wie Arbeiter oder einfache Angestellte, sondern auch für Menschen der vermeintlichen Ober- bzw. Eliteklasse wie Akademiker, Ärzte, Professoren, Politiker, Rechtsanwälte, Richter, Lehrer, Unternehmer sowie andere im Rampenlicht stehende Persönlichkeiten wie Showstars, Künstler und Sportler.

Ein großes Problem für den Betroffenen ist das Eingestehen seiner Abhängigkeit, man will sich ja nicht auf die gleiche Stufe mit dem am Anfang des Artikels erwähnten Penners stellen. Oder wird man von Menschen aus seinem näheren oder weiteren Umfeld bzw. von unwissenden, hinter vorgehaltener Hand tuschelnden, tratschenden und mit der Problematik nicht vertrauten Personen auf diese Stufe gestellt?

Um sich selbst mit Hilfe eines Arztes/ einer Ärztin, einer Suchtberatungsstelle und letztendlich einer Selbsthilfegruppe aus der Macht der Drogen zu befreien, ist das Eingestehen seiner Abhängigkeit Vorraussetzung.

Dazu gehört auch ein starker Wille, sich gegen etwaige Unannehmlichkeiten (,,hast du schon gehört, der/ die säuft auch") durchzusetzen und zu seinem Problem zu stehen. Das ist der wichtigste Schritt am Anfang zu einem suchtmittelfreien Leben.

Nach einigen Wochen bzw. Monaten abstinenten Leben (ohne Alkohol oder andere Drogen) kann man selbst schon erkennen, das man sich auf dem richtigen Weg befindet. Sticheleien und dumme Bemerkungen von ,,freundlichen Mitbürgern" sollte man ignorieren, oft ist es Neid und Missgunst, der diese Menschen zu solchen Äusserungen veranlasst.

Letztendlich wird der Betroffene bei Einhaltung des einmal beschrittenen Weges die positiven Veränderungen an sich und seinem Umfeld erfahren und mit vielen Dingen des Lebens gelassener und leichter umgehen können.